Bestellmenge, optimale

Zur Ermittlung der optimalen Bestellmenge werden die Lagerhaltungskosten gegen die Kosten für den Bestellaufwand abgewägt. Die optimale Bestellmenge ist also die Menge, bei der die Summe aus den fixen und variablen Bestell- sowie Lagerhaltungskosten für einen vorgegebenen Servicegrad im Planungszeitraum ein Minimum aufweist.

Je höher die jeweilige Bestellmenge ist, desto höher fallen die Lagerkosten aus, während sich dadurch allerdings die Bezugskosten durch Rabatte mindern. Das im Lager durch den Kauf der Ware gebundene Kapital kann nicht anderweitig im Unternehmen verwendet werden. Dementsprechend gilt: je geringer die Bestellmenge ist, desto niedriger sind Lagerkosten und Kapitalbindung bei gleichzeitig hoher Lagerumschlagshäufigkeit.

Jedoch bedeutet eine geringe Bestellmenge auch eine höhere Anzahl an Bestellungen bei gleichem Bedarf und dadurch auch höhere Kosten für Transport und Verpackung bei gleichzeitig geringeren Rabatten. Zudem sind der Servicegrad des eigenen Unternehmens und die Zuverlässigkeit der Lieferanten zu beachten. Allerdings hat das Unternehmen mit geringen Beständen mehr liquide Mittel zur Verfügung.

Berechnung der optimalen Bestellmenge

Die optimale Bestellmenge lässt sich mit der Formel nach Andler oder nach Wagner-Within berechnen. Die Besonderheit bei der Bestellmengenkalkulation nach Wagner-Within ist, dass eine dynamische Nachfrage berücksichtigt wird. Andler hingegen geht von einer statischen, sich nicht verändernden Nachfragemenge aus.

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