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Möglichst viele Prozesse Digitalisieren mit möglichst wenigen IT-Partnern und Schnittstellen: Nach diesem Leitsatz handeln nicht nur Großkonzerne wie BMW, sondern auch mittelständische Unternehmen wie die Spedition Bode. „Ich bin ein Freund integrierter Lösungen, um bei technischen Herausforderungen möglichst nur einen zentralen Ansprechpartner zu haben“, bestätigt Geschäftsführer Nils Grube, der schon seit rund 20 Jahren für den norddeutschen Logistikdienstleister arbeitet.
 

Solides Rückrad

Zu seinen frühen IT-Projekten bei Bode zählte die Einführung des Transportmanagementsystemsvon ecovium. Damals überzeugte ihn vor allem das einfache Datenhandling sowie die grafische Disposition, die seinerzeit einzigartig war und erst in den Folgejahren von den Mitbewerbern nachgemacht wurde. Bis heute bildet das System das Rückgrat der täglichen Auftragsabwicklung zwischen Auftragserfassung und Abrechnung. Die eingerichtete DATEV-Schnittstelle zur Finanzbuchhaltung rundete die Installation ab, mit der rund 80 Mitarbeiter ihre täglichen Aufgaben erledigen. In den Folgejahren kamen einige neu entwickelte Module hinzu. Den Anfang machte die Archivierungslösung. Damit digitalisiert Bode sämtliche Dokumente, die am Ende der Touren von den Fahrern mitgebracht und anschließend gescannt werden. „Mit dem System ist gewährleistet, dass alle unternehmensrelevanten Dokumente gesetzeskonform archiviert und bei Bedarf schnell wiedergefunden werden“, erklärt Grube. Diese Anforderungen werden durch die „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“ (GDPdU) sowie der „Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme (GoBS) geregelt und von derArchivierungslösung erfüllt.
 

Digitale Abfahrtskontrolle

Unfälle, Sendungsschäden, Reklamationen und andere Planabweichungen können jetzt mit der in Telematiklösung vorgesehenen Fotofunktion dokumentiert werden. Diese spielt auch bei der im System integrierten Abfahrtkontrolle eine wichtige Rolle, wenn ein Fahrer bei der Trailerübergabe zum Beispiel einen Defekt am Kühlaggregat feststellt. „Durch die digitale Abfahrtkontrolle werden Schäden wesentlich schneller und effizienter gemeldet, was nicht nur die Fahrer, sondern auch die Administration wesentlich entlastet“, betont Grube, der sich mit diesem Digitalisierungsfortschritt aber noch nicht zufriedengeben wollte.

Vor diesem Hintergrund hat Bode 2019 die Lösung OnWeb eingeführt. Dabei handelt es sich um ein webbasiertes Kunden- und Unternehmensportal, mit dem Kunden und Subunternehmer in die Lieferkette integriert werden können. Zentraler Bestandteil ist die Online Sendungserfassung. Je nach Branche oder Anwendungsfall erhalten die Kunden individuelle Erfassungsmasken, wodurch der Erfassungsaufwand so gering wie möglich gehalten wird. Neben der Online Sendungserfassung dient OnWeb zum Abfragen der aktuellen Sendungsstatus durch den Kunden.

Erweitertes Spektrum

Gleichzeitig hat Bode mit OnWeb eine direkte Schnittstelle zu den Transporteuren und Spediteuren geschaffen, die für Bode als Dienstleister tätig sind. „Disponierte Sendungen und Touren werden per Mausklick einem Unternehmer zugeordnet, der dann automatisch über die neuen Aufträge informiert wird“, erklärt Grube. Alle für den Transport benötigten Dokumente und Daten können jetzt auf diese Weise übergeben werden. Gleiches gilt für die Rückmeldung der aktuellen Sendungsstatus.

Mit den Erweiterungen der Archivierung, Telematik und OnWeb hätte Bode das volle Potenzial schon fast ausgereizt. Für den Spediteur ergaben sich allerdings noch weitere IT-Chancen, ohne das Risiko zusätzlicher Ansprechpartner eingehen zu müssen. Im Rahmen des erweiterten Produktportfolios wurde Grube im Juni 2019 auf die Multicarrier-Versandsoftware V-LOG sowie die Verzollungs-Software Z-ATLAS aufmerksam, die zum Portfolio der ecovium GmbH gehören und über bewährte Schnittstellen zu Speditions- und Transport Management Software verfügen.

Hintergrund: Spedition Bode GmbH & Co.KG

Die Spedition Bode ist ein mittelständischer Logistikdienstleister mit rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Sitz in Reinfeld. In der Kleinstadt zwischen Bad Oldesloe und Lübeck verfügt Bode über fünf Standorte, darunter ein öffentliches LKW-Waschcenter. Weitere Niederlassungen und Außenstellen befinden sich in Lübeck, Finnland und Schweden. Außerdem bietet der in dritter Generation inhabergeführte Betrieb einen eigenen Fuhrpark mit 90 ziehenden und 800 gezogenen Einheiten, darunter Curtainsider, Kühlauflieger und Container-Chassis.

Das im Jahr 1949 gegründete Unternehmen betreibt nationale und internationale Straßenverkehre und bietet in Verbindung mit einem eigenen Tiefkühllager auch temperaturgeführte Transporte an. Weitere Schwerpunkte bilden der Papiertransport sowie multimodale Verkehre. So betreibt Bode zum Beispiel Ganzzüge zwischen Lübeck und Stockholm. Das Lagern, Umschlagen und Kommissionieren von Waren aller Art runden das breite Portfolio ab. Weitere Infos unter www.spedition-bode.de

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