Bestellmengenrechnung

Die Bestellmengenrechnung ist ein Teil der Beschaffungsplanung und ihre Aufgabe ist es, die Menge an Gütern zu bestimmen, die an einem bestimmten Zeitpunkt bestellt werden sollen.

Dabei gibt es verschiedene Dinge zu beachten: Es muss ein guter Kompromiss gefunden werden zwischen Beschaffungskosten und Lagerhaltungs- und Zinskosten. Wenn man beispielsweise den kompletten Jahresbedarf auf einmal bestellen würde, hätte man sehr niedrige Beschaffungskosten müsste jedoch enorm hohe Lager und Zinskosten in Kauf nehmen. Umgekehrt, wenn man sehr wenig und sehr häufig bestellt, steigen die Beschaffungskosten und die Lagerhaltungs- und Zinskosten sinken. Deshalb ermittelt man mit Hilfe der Bestellmengenrechnung eine optimale Bestellmenge.

Dabei gilt es die Bestellmenge zu ermitteln, bei der die kumulierten Beschaffungs- und Lagerkosten am geringsten sind. Das Problem ist, dass, um die wirklich optimale Bestellmenge herauszufinden, viele Annahmen getroffen werden müssen, die nicht immer zu 100 Prozent exakt sind. Es wird beispielsweise dauerhaft von einem konstanten Bedarf ausgegangen. Außerdem nimmt man an, dass jeder Zeit die Liquidität zum Einkauf neuer Ware vorhanden ist. Eine weitere häufig getroffene Annahme ist die Konstanz der Lagerkosten. Ein weiteres Problem ist, dass die optimale Bestellmenge keine Trends miteinbezieht. Sollte man also auf Güter wie Zinn, Zink, Silber, Gold etc. angewiesen sein, so muss man beachten, dass die Preise dieser Güter sehr stark fluktuieren können. Es kann somit trotz höherer Lagerkosten bei einem in der nahen Zukunft steigenden Preis sinnvoll sein, mehr zu kaufen als man braucht.

Berechnungsverfahren

Es gibt verschiedene Verfahren, die im Normalfall angewendet werden können:

  • Auffüllen auf Norm- bzw. Maximalbestand
  • Bestellrhythmusverfahren
  • Bestellpunktverfahren
  • Losgrößenrechnung

Das simpelste verfahren ist das Auffüllen auf den Norm oder Maximalbestand. Dabei wird die Bestellmenge nach folgender Formel berechnet:

bestellmenge_schmal

Beim Bestellrhythmusverfahren wird immer im selben Rhythmus bestellt. Beim Bestellpunktverfahren hingegen wird ein Meldebestand festgelegt und sobald dieser erreicht ist, wird eine Meldung ausgegeben, die auf die Notwendigkeit einer Bestellung hinweist.

Bei der Losgrößenrechnung bzw. dem Losgrößenverfahren werden als Hauptfaktor für die Bestellmenge die Lagerhaltungs- und Bestellkosten verwendet. Je nach Verlangen oder Notwendigkeit, können allerdings noch weitere Faktoren miteinbezogen werden. Zum Beispiel:

  • Preiserhöhungen
  • Sonderangebote
  • Verbundoptimierungen
  • Rabattstaffeln

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